INDEX EDITION 032 – DARIUSZ KOWALSKI – Optical Vacuum

Nirgendwo wird die Rede vom “panoptischen Zeitalter”, von einem Auge, das alles erfasst und selbst unfassbar bleibt, deutlicher, als in eben dem Medium, das Allgegenwart und Flüchtigkeit im globalen Maßstab umgesetzt hat: das Internet. Im Netz wird das bisherige Paradigma…

INDEX EDITION 032 - DARIUSZ KOWALSKI - Optical Vacuum

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Nirgendwo wird die Rede vom “panoptischen Zeitalter”, von einem Auge, das alles erfasst und selbst unfassbar bleibt, deutlicher, als in eben dem Medium, das Allgegenwart und Flüchtigkeit im globalen Maßstab umgesetzt hat: das Internet. Im Netz wird das bisherige Paradigma unserer bildgebenden Apparate hinfällig: Keine singuläre Zentralperspektive mehr, sondern Myriaden von Blickwinkeln, übertragen aus Webcams, die pausenlos Bilder in den digitalen Datenstrom pumpen. So ist das “Vakuum” im Titel von Kowalskis filmischen Essay, der an seine früheren Arbeiten Elements und Luukkaankangas anschließt, keine Leere, sondern ein mächtiger Generator, eine unablässige Verdoppelung der Welt ins Bild.
(Dietmar Kammerer)

OPTICAL VACUUM 2008, 55 min, ELEMENTS 2005, 8 min
LUUKKAANKANGAS – UPDATED REVISITED 2005, 8 min
BONUSTRACKS: ORTEM 2004, 20 MIN INTERSTATE 2006, 10 min

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